Blaue Fächerblume - Scaevola aemula „Saphira“
Auf dem Sächsischen Gartenbautag, am Samstag, den 1.
Oktober in Radebeul, wurde Sachsens Pflanze die Jahres 2012 durch die
Fachgruppenvorsitzende der Fachgruppe Einzelhandel Frau Ute Franke
erstmals vorgestellt. Sie wurde von der Fachgruppe Einzelhandel des
Landesverbandes Gartenbau Sachsen e.V. mit Unterstützung des LfULG, Abt.
8 ausgewählt. Scaevola aemula „Saphira“ ist eine Züchtung von der
Westhoff Vertriebsges. mbH Südlohn. Sie hat eine hervorragende
Blühstärke und ist ein Dauerblüher bei intensiver Sonne und auch bei
Regen. Die Blüte ist mittelfrüh (früheste Blüte aller Sorten -
Pillnitz). Die Blüten zeigen sich in schönem Blau mit leichtem
Violettschimmer. Zum Verkaufszeitpunkt, dem Beginn der Beet und
Balkonpflanzensaison, Ende April/Anfang Mai zieren leider nur wenige
Blüten die Pflanzen und laden so nicht gerade den Kunden zum Impulskauf
ein. Dies steht wohl auch einer größeren Bedeutung dieser Art am Markt
im Wege. Dieser Tatsache ist sich die Fachgruppe sehr wohl bewusst und
gerade deshalb ist es für „Saphira“ wichtig als so wunderschöne
Balkonpflanze in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt zu werden.Ihr
Pflanzenaufbau ist harmonisch, die Triebe wachsen aufrecht und auch
überhängend. Sie macht einen kompakten Gesamteindruck. Der
Jungpflanzenbezug von „Saphira“ ist von den sächsischen
Jungpflanzenproduzenten aber auch über alle übrigen Anbieter möglich.
Sachsens Pflanze des Jahres ist eine Aktion des Landesverbandes
Gartenbau für seine Mitglieder. Die Teilnehmer an der Aktion werden u.a.
mit Werbematerialien, Aktionen zur Pflanze und Pressearbeit
unterstützt.
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Am 11. September 2011 fand wiederum die
Herbstbörse FloraSax in Leipzig statt. Wir konnten uns über rund 120
Aussteller aus dem In- und Ausland freuen. Es gab ein sehr breites
Spektrum an Erzeugnissen aus dem Gartenbau und aus der Baumschule,
diverser Gartenbautechnik und natürlich eine Vielzahl von Anbietern
floristischen Zubehörs. Die Floristikshow fand in diesem Jahr unter dem
Thema „Aktuelle Floristik für die kalte Jahreszeit“ statt. Die
Floristmeisterinnen Helen Theeg (Chemnitz) und Katrin Richter (Mülsen)
begeisterten das Fachpublikum mit interessanten Gestaltungsideen in
einem sehr breiten Spektrum. Die Sonderaustellung wurde durch Kühne
Trend-Florist (Dresden) gemeinsam mit den Floristmeisterinnen Helen
Theeg und Katrin Richter zum Thema „Hortensien – frisch und getrocknet“
aufgebaut. Der Eingangsbereich der FloraSax wurde nun schon traditionell
mit vielen schönen Ideen durch das TBZ Leipzig, unter Leitung von Frau
Geier und Frau Loohse, mit Ihren Auszubildenden gestaltet. Einen
herzlichen Dank auch an die Landgard-Märkte Leipzig und Dresden, die die
Gärtnerbörse großzügig unterstützten. Der Landgard-Markt Leipzig hatte
an diesem Wochenende ebenfalls geöffnet und die Anbieter bereicherten
den Tag mit einem vielfältigen Programm und zahlreichen Kaufanreizen.
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Der Arbeitskreises V „Ländlicher Raum, Umwelt und
Landwirtschaft“ der CDU Fraktion im Sächsischen Landtag setzte auch in
diesem Jahr die Gute Tradition fort, die parlamentarische Sommerpause zu
nutzen um mit dem Landesverband Gartenbau ins Gespräch zu kommen. Der
Vorsitzende des Arbeitskreises Andreas Heinz MdL und Frau Uta Windisch
MdL besuchten am 18. August den Gartenbaubetrieb Mathias Tröltzsch in
Oelsnitz / Vogtland. Von Seiten des Landesverbandes waren der Präsident
Winfried Kaiser, die Vorsitzende der Fachgruppe Einzelhandel Ute Franke,
der Geschäftsführer Eberhard Haag und Vertreter der Kreisgruppe
Vogtland, deren Kreisgruppenvorsitzender Matthis Tröltzsch ist,
anwesend. Bei einem Rundgang informierte Matthias Tröltzsch die Gäste
über seinen Betrieb. Das Leistungsspektrum des Betriebes Reicht vom
Anbau von Beet und Balkonpflanzen, Topfpflanzen , einer breiten Palette
von Jungpflanzen, Kräutern und Gemüse, der Baumschule und einem sehr
breiten Sortiment im Einzelhandel bis zu vielfältigen Dienstleistungen
wie Grabpflege, Innenraumbegrünung und Garten- und Landschaftsbau. Der
Betreib ist überprüfter Fachbetrieb Friedhofsgärtnerei. In der sich
anschließenden Gesprächsrunde wurden die Abgeordneten über die Sorgen
und Probleme der Sächsischen Gärtner informiert, so der Dauerbrenner
„Sächsische Bauordnung“, die immer weiter ausufernde Bürokratie auch
verbunden mit den Vorordnungen der EU, die EHEC Krise, die
Berufsausbildung und die unterschiedliche Qualität der Berufsschulen,
sowie die Förderung ab dem Jahre 2013, aber auch die dringend notwendige
Förderung der privaten Beratung. Die Abgeordneten waren sehr
interessiert an einem gemeinsamen Vorgehen mit dem Landesverband
Gartenbau zur Lösung der anstehenden Probleme. Der Gedankenaustausch
auch mit den Kollegen der Kreisgruppe war von einem sehr breiten
Spektrum und konstruktiv. Wir möchten und sehr herzlich für die
freundliche Aufnahme in ihrem Betrieb bedanken.
Seit dem späten 17. Jahrhundert gab es
wissens-hungrige Botaniker, die monatelange, entbehrungs-reiche und
lebensgefährliche Reisen ans andere Ende der Welt auf sich nahmen, um
Pflanzen zu entdecken, zu sammeln und zu beschreiben. Diesen mutigen
Männern, die das Ausgangsmaterial für die heutige Hortensienzüchtung
nach Europa sandten, wird in der diesjährigen Ausstellung nachgespürt
und gedacht. Wege führen dabei nach China und nach Japan. Nachrichten
über die Forscher, deren angelegte Herbare getrockneter Pflanzen und die
von ihnen entdeckten lebenden Pflanzen werden zusammen-getragen. Dafür
reisten die Veranstalter in die niederländische Universitätsstadt
Leiden, wohin die frühen Japanfahrer Pflanzen und Forschungsbelege
brachten. Diese sind noch heute in getrockneter Form im dortigen
Nationalherbarium und lebend im Hortus Botanicus zu finden. Sächsische
Gärtner und Floristen gestalteten dazu eine wunderschöne und sehr
informative Ausstellung. Die Pflanzen, zum großen Teil aus der Sammlung
des Landschlosses, vermehrten und kultivierte die Claus und Torsten
Kühne Jungpflanzen GbR aus Dresden in gewohnt hervorragender Qualität.
Gezeigt wurden auch die neuesten Züchtungen der „Saxon“ Serie wie z.B.
die Sorten „Schloss Wackerbart“ und „Grünes Gewölbe“. Die Floristen von
Kühne Trend-Florist unter Leitung von Silke Kühne, begleiteten die
Schau mit Blumengestaltungen in Anlehnung an die japanische
Blumensteckkunst Ikebanba. Dafür sind vor allem die Sorten neuester
Züchtungen dieses Betriebes mit lackschwarzen Stielen besonders
geeignet. Sehr schön waren auch die Girlanden Kränze und Gebinde aus
getrockneten Hortensienblüten im oberen Treppenhaus des Schlosses zu
sehen. Die Hortensienspezialgärtnerei Reinhard Ullmann aus Radebeul trug
mit großen Schaupflanzen in einem breiten Sortiment an verschiedenen
Sorten und Arten zum Gelingen der Schau bei. Bemerkenswerte Geschichten
werden in der Ausstellung erzählt und zum Teil auch szenisch
nachgestaltet. Dazu gehört, dass es vermutlich ein sächsischer
Hofgärtner war, der als 11. Deutscher japanischen Boden betrat, und als
erster Europäer Hortensien beschrieb.
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- Wieder mit Appetit zu essen: Leckeres Gemüse - wie hier frisch geerntete Gurken
(GMH/LVGS) Die Erleichterung ist groß. Nicht
Gurken, Tomaten und Salat waren die Ursache der EHEC-Erkrankungen. Das
Verbraucherschutzministerium hat die Warnungen vor den
Lieblingsbestandteilen frischer Salate zurückgenommen. Ab sofort dürfen
Gurken, Tomaten, Kopf- und Blattsalate wieder mit Appetit verzehrt
werden. Das gilt umso mehr, weil als Nebeneffekt der EHEC-Krise deutlich
geworden ist, wie sorgfältig Obst und Gemüse in unserem Land produziert
und kontrolliert wird. Alle 4.600 amtlichen Gemüsekontrollen der
letzten Wochen in ganz Deutschland und natürlich auch in Sachsen, hatten
nur absolut unbedenkliche und ohne weiteres für den Verzehr geeignete
Produkte zu Tage gefördert. Liebhaber frischen Salates werden mit
Bedauern an all‘ die knackigen Blätter und Früchte denken, die
kompostiert wurden. Ein Grund für die hohe Sicherheit der einheimischen
Produkte verbirgt sich hinter dem Kürzeln GLOBAL G.A.P und QS. Das sind
Qualitätssicherungssysteme die alle Stufen von der Produktion bis zur
Vermarktung erfassen. Anbau und Ernte werden genauso kontrolliert wie
der Großhandel und die Obst- und Gemüsetheken im
Lebensmitteleinzelhandel. Untersucht wird unter anderem auf
Pflanzenschutzmittel-Reste, auf Nitratgehalte und Krankheitserreger. QS
bindet dabei alle Auflagen ein, die die deutsche
Lebensmittelhygieneverordnung und die entsprechende EG-Verordnung allen
Unternehmen, die mit der Produktion, der Verarbeitung und dem Vertrieb
von Lebensmitteln beschäftigt sind, verpflichtend vorschreibt. Viele
Regelungen und Vorschriften also, die zusammen mit den kurzen Wegen vom
Produzenten zum Verbraucher für Sicherheit beim sächsischen Obst und
Gemüse sorgen. So dürfen Gurken, Tomaten, Salate und all‘ die anderen
Gemüse wieder guten Gewissens als Quelle von Gesundheit und Wohlbefinden
gegessen werden. Dabei gilt: Je bunter und frischer, desto besser. Denn
knackiges Obst und Gemüse enthält alle Inhaltsstoffe, die für den
Körper so wichtig sind: Vitamine, Ballaststoffe und bioaktive Substanzen
wie Karotine oder Flavonoide, die Tomaten rot, Möhren orange und
Auberginen violett machen. Sie schützen Herz und Kreislauf, verringern
das Krebsrisiko, stärken das Immunsystem, wirken entzündungshemmend und
machen fit. Langzeitstudien in Japan und den USA haben das unumstößlich
nachgewiesen. Seither gilt die ärztliche Empfehlung „Fünf am Tag”, was
nichts anderes heißt, als sich mit fünf Portionen an frischem Obst und
Gemüse täglich Gutes zu tun.
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Regional kaufen, gründlich waschen und guten
Gewissens genießen. So lassen sich Verhaltensregeln für den bedachten
Umgang mit Gemüse angesichts der EHEC-Krise umreißen. Regional bedeutet
kurze Wege, bedeutet Frische und klare, nachvollziehbare
Vermarktungsstrukturen. Jeder sieht, wo und wie das Gemüse bei den
sächsischen Gemüsegärtnern wächst, die ab Hof, über Groß- und
Wochenmärkte verkaufen. Das gibt Sicherheit und Vertrauen. Sächsische
Gemüsegärtner setzen weder Gülle, die als mögliche Quelle für das
Bakterium gilt, noch andere Fäkalien bei der Gemüseproduktion ein. Der
Geschmack des Gemüses würde sich dadurch negativ verändern. Obendrein
regelt ein ganzes Bündel an Hygienevorschriften, im Rahmen der Teilnahme
am Qualitätssicherungssystem Global GAB, den Umgang mit Salat und
Radieschen, Blumenkohl, Kohlrabi, Gurken und Tomaten. Dazu gehören
Hygienevorgaben für die Erntearbeiter, Analysen von Bewässerungswasser
und Pflanzenuntersuchungen. Zusätzlich lassen Erzeuger, Vermarkter und
der Landesverband Gartenbau derzeit Gemüse auch auf den EHEC - Erreger
prüfen. Alle Untersuchungsergebnisse sind negativ. Die Gärtner waren und
sind sich sicher, dass ihre Produkte unbedenklich gegessen werden
können und verweisen obendrein auf die Frische. Ihr Gemüse legt keine
langen Wege zurück, bis es beim Verbraucher landet. So bleiben die für
die Gesundheit wichtigen Vitamine und sekundären Inhaltsstoffe in vollem
Umfang erhalten. Ernährungsberater empfehlen schon lange, regionale
Produkte zu bevorzugen, und die Umweltschützer unterstreichen das aus
ihrer Sicht. Denn die kurzen Wege zum Verbraucher verschlingen erheblich
weniger Energie und produzieren weniger Abgase als der Transport über
Tausende von Kilometern. Es spricht also alles dafür, sich mit Gemüse
aus der Region weiterhin Gutes zu tun. Nur eines sollte immer beachtet
werden: Die gründliche Hygiene. Für unsere Großeltern war das im Umgang
mit Obst und Gemüse noch selbstverständlich. Denn damals trugen
Radieschen und Salat meist noch deutliche Erdspuren. Heute wird alles
weitgehend sauber angeliefert. Das verleitet dazu, schon mal in ein
ungewaschenes Radieschen zu beißen. Trotzdem sollte man den bewährten
Grundsatz beherzigen: Nichts ungewaschen verzehren. Aber auch nichts
Essbares mit ungewaschenen Fingern anfassen oder mit schmutzigen
Gerätschaften berühren. Wer sich so verhält, kann Obst und Gemüse immer
mit Appetit und Genuss verzehren.
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Der Landesverband Gartenbau sieht sich durch die
bisherigen Untersuchungsergebnisse bestätigt, dass die
Produktionsmethoden der sächsischen Gärtnerinnen und Gärtner zuverlässig
sind. So werden Tomaten und Gurken im professionellen Anbau unter Glas,
Salate unter Glas und im Freiland angebaut. Es wird keine Gülle auf die
Kulturen im Gemüsebau aufgebracht. Weder bei späteren Proben in Hamburg
noch bei anderen Proben bundesweit an Gemüse wurde danach der Erreger
festgestellt. das EU-Referenzlabor für E-Coli-Bakterien in Rom bestätigt
dies, in seinen Unzersuchungen. Dennoch steigt die Zahl der Erkrankten
weiter an. Es liegt deshalb die Vermutung nahe, dass die Ursache eben
nicht die genannten Gemüsearten sind und die eigentliche Quelle noch
nicht gefunden wurde. Im Sinne der Betroffenen und vor dem Hintergrund
der Gefahr eventueller weiterer Ansteckungen und auch um die heimische
Produktion zu schützen, werden durch das Sächsische Staatsministerium
für Soziales und die Sächsischen Gärtner mit Unterstützung des
Landesverbandes Gartenbau weiterhin Untersuchungen durchgeführt. Der
gärtnerische Berufsstand in Sachsen sieht es nach wie vor als oberste
Priorität an, einwandfreie Ware für die Bürgerinnen und Bürger zu
produzieren und zur Verfügung zu stellen. Dafür haben sich die
sächsischen Gemüsebaubetriebe im Rahmen der Zertifizierung von
GLOBALG.A.P einer freiwilligen Selbstverpflichtung unterzogen.
GLOBALG.A.P ist eine privatwirtschaftliche Organisation, die weltweit
freiwillige Standards zur Zertifizierung von landwirtschaftlichen
Produkten setzt. In diesem Rahmen werden strenge Produkt-, Betriebs- und
Dokumentenkontrollen durchgeführt. Zahlreiche Experten liefern immer
neue Annahmen und Mutmaßungen, woher der EHEC Darm-Keim stammt, keiner
will eingestehen, dass Behörden und Wissenschaft nach wie vor im Dunkeln
tappen. Der Landesverband Gartenbau fordert die Ministerien, Institute
und Einrichtungen auf, gegenüber der Bevölkerung und der Presse von
undifferenzierten Warnungen Abstand zu nehmen. Es müssen nunmehr
verstärkt vertrauensbildende Maßnahmen für nachgewiesenermaßen
erregerfreie Ware von allen Seiten initiiert werden. Der Gesundheitswert
von frischem Gemüse ist unbestritten und darf auch über die tragischen
aktuellen Ereignisse hinweg nicht in Frage gestellt werden. Der Verzehr
von sächsischem Gemüse, insbesondere Gurken, Tomaten und Salat, ist
völlig unbedenklich.
Die sächsischen Friedhofsgärtner waren wieder
sehr erfolgreich mit den Mustergräbern auf der BUGA, die sehr guten
Leistungen wurden in der Sommerbepflanzung fortgesetzt
Folgende Ergebnisse wurden erzielt:
Koll.Schüttig, Einzelgrab, Goldmedaille
Koll. Schulze, Einzelgrab, Goldmedaille / Ehrenpreis
des Landesverbandes Gartenbau Thüringen e. V. für eine gelungene
Bewältigung in der Pflanzenauswahl und Bepflanzung durch die vom Grabmal
vorgegebenen Kriterien
Koll. Springer, Einzelgrab, Goldmedaille / Urnengrab, Silbermedaille
Allen Kollegen dazu herzlichen Glückwunsch!
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Sächsische Friedhofsgärtner präsentieren auf dem
33. Evangelischen Kirchentag die Aktion „Es lebe der Friedhof“. Nach
unsren Recherchen gab es eine solche Präsentation zu einem Kirchentag
noch nicht. Anfangs war auch der Veranstalter skeptisch. Doch unser
Motto „Es lebe der Friedhof „ – „Leben braucht Erinnerung“ überzeugte
letztlich. Die Friedhofsgärtnermeister Jörg Händler, Neukirch und Frank
Lehmann, Leipzig gestalteten zwei Kampagnengräber. Die Grabmale stellte
der Dresdner Steinmetzmeister Alexander Sieg zur Verfügung. Weiterhin
präsentierte sich die Dauergrabpflegegesellschaft Sächsischer
Friedhofsgärtner mit der Dienstleistung Dauergrabpflege. Außerdem wurde
die Gestaltung gärtnerisch, gepflegter Grabfelder und der
„Memoriamgarten“ erläutert. Das Anliegen des VFFK konnte mit
eindrücklichen Plakaten und entsprechenden Schriften den Besuchern nahe
gebracht werden. Viele Besucher regte das Plakat „Mutter wo bist du“ zum
nachdenken an. Weit über 10.000 Besucher, natürlich aus ganz
Deutschland aber auch aus europäischen Ländern und aus Afrika und Asien,
kamen an den Stand. Es konnten hunderte persönliche, oft bewegende
Gespräche geführt werden. Die Besucher waren sich alle einig, dass es
eine gelungene Vorstellung möglicher Grabgestaltung ist. Das Motto „Es
lebe der Friedhof“ fand Zustimmung und Unterstützung In den Gesprächen
kam immer wieder zum Ausdruck, dass unsere Anliegen gern aufgenommen
werden. Immer wieder wurde gefragt: wer pflegt mal das Grab? Hier bedarf
es noch viel Informationsarbeit der Dauergrabpflegegesellschaften. Wir
Sächsischen Friedhofsgärtner sind überzeugt, dass es eine gelungene
Präsentation war, und auch der Veranstalter war nach einem Besuch des
Standes begeistert .
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In über 130 Gartenbaubetrieben und Baumschulen
wurde am 30. April und 01. Mai, nun bereits zum 13. Mal, die
Absatzaktion der sächsischen Einzelhandelsgärtner „Blühendes Sachsen“
durchgeführt. Sie ist ein fester Bestandteil der Absatzaktivitäten der
Gärtner geworden und die Kunden freuen sich auf den Tag der offenen
Gärtnerei bei ihrem Gärtner. Nach der üppigen Frühlingsbepflanzung
warten nun Balkon und Garten flott gemacht zu werden für den Sommer.
Dank des sonnenreichen Frühjahrs steht in den Gewächshäusern eine
wunderschöne und gut blühende Ware. Das Sortiment ist in diesem Jahr
wohl noch vielfältiger als in den zurückliegenden Jahren. Besonders
umfangreich ist das Angebot an Gemüse und Kräuterjungpflanzen, da fällt
die Auswahl für den Kunden schwer, bei der Vielzahl an Sorten bei
Tomaten, Gurken und Paprika. Das Wetter war auch in diesem Jahr wieder
sehr schön. Viele Besucher kamen in die Gärtnereien um zu schauen, sich
beraten zu lassen, zu kaufen oder zu reservieren. Die vielen Aktionen
der Gärtner für ihre Gäste wurden so zum Erfolg. Die Aktivitäten
reichten von Kinderbetreuung mit Ponyreiten, Schminken und Hüpfburg,
Minieisenbahn, musikalischer Unterhaltung, Modenschau, Ausstellungen,
Betriebsführungen, Verkostungen von Gemüse, Präsentation von Vereinen
und Verbänden sowie Handwerksbetrieben. Natürlich durfte auch der von
den Betriebsinhabern und den Mitarbeiter selbst gebackene Kuchen und die
Bratwurst nicht fehlen. Die Aktion ist für den gärtnereichen
Berufsstand auch ein wichtiger Baustein für die Imagepflege, sie schafft
auch die Attraktivität für den dringend benötigten Berufsnachwuchs. Ein
wirklich schöner Auftakt in die diesjährige Beet- und
Balkonpflanzensaison.
Staatsministier Frank Kupfer eröffnet im
Gartenbaubetrieb Claus & Torsten Kühne die Aktion „Blühendes
Sachsen“. Im Beisein von zahlreichen Kollegen, Kunden und Ehrengästen
eröffnete der Minister für Umwelt und Landwirtschaft, Frank Kupfer, bei
strahlendem Sonnenschein mit der Aktion „Blühendes Sachsen“ die Beet-
und Balkonsaison. Als Ehrengäste konnten die Bundestagsabgeordnete Frau
Dr. Marlies Volkmer, die Landtagsabgeordneten Thomas Schmidt und Patrick
Schreiber, sowie der Erste Bürgermeister der Stadt Dresden Dirk Hilbert
begrüßt werden. Begleitet wurde die Eröffnung von der deutschen
Blumenfee Christiane Sander. Zu Beginn sang der Chor der 75. Grundschule
Leutewitz unter Leitung von Frau Heyden, Lieder zu Natur und Pflanzen.
In seinen Begrüßungsworten betonte Torsten Kühne
die Bedeutung der Absatzaktion, die nun schon zum 13. Mal Sachsenweit
stattfindet. Koll. Kühne bedankte sich auch bei Minister Kupfer für die
Förderung durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und
Landwirtschaft. In all den Jahren hat die Aktion nichts an Bedeutung
verloren. Ganz im Gegenteil, durch immer größere anonyme Verkaufsstätten
in Gartencentern und Baumärkten können die Kunden beim Gärtner kaufen,
wo es wächst und aus einem sehr großen Sortiment auswählen, bei
umfangreicher Beratung und gutem Service, betonte Torsten Kühne. Mehr
als 130 Betriebe nehmen daran teil und sie präsentieren auch
gleichzeitig Sachsens Pflanze des Jahres 2011, das Zauberglöckchen,
gefüllt. In den Redebeiträgen der Gäste kam immer wieder die Bedeutung
der gärtnerischen Produktion und die Bedeutung der Beet- und
Balkonpflanzen für die Wohnkultur zum Ausdruck.
Der erste Bürgermeister der Stadt Dresden, Dirk
Hilbert, gab aus diesem Anlass bekannt, sich wieder an der Aktion
„Entente Florale“ zu beteiligen mit dem festen Willen, dann auch eine
Medaille zu gewinnen. Durch den Staatsminister Kupfer, Bürgermeister
Hilbert, Präsident Kaiser und die Deutsche Blumenfee wurde zum Abschluss
der Eröffnung der Balkonkasten „Prommi-Sommer“ gepflanzt. Die Eröffnung
wurde Weiterhin durch die Flötengruppe der Ev.-Luth. Kirchgemeinde
Dresden-Prießnitz, unter Leitung von Frau Thiele musikalisch begleitet.
Besonderer Höhepunkt des sich der Eröffnung anschließenden Rundganges
waren die durch die Floristen wunderschön präsentierten Beet- und
Balkonpflanzen sowie die Sortenvergleiche in der Hortensienzüchtung der
Firma Kühne. Ein wirklich sehr schöner Auftakt der Aktion „Blühendes
Sachsen“. Der Familie Kühne und allen Mitarbeitern ein herzliches
Dankeschön.
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Am vergangenen Freitag wurde in Koblenz am
Deutschen Eck durch den Bundespräsidenten Christian Wulff die BUGA
Koblenz eröffnet. In seiner Eröffnungsrede bescheinigte er der
Bundesgartenschau auch eine pädagogische Bedeutung: „Kinder sollten
mindestens so viele Gemüsesorten kennen wie Automarken.“ Abschließend
sagte Bundespräsident Wulff als Schirmherr der Bundesgartenschau:“ Das
wird eine tolle Bundesgartenschau und ich freue mich, dass ich sie als
eröffnet erklären kann“. Die Ausstellung erstreckt sich auf die drei
Bereiche Blumenhof am Deutschen Eck, Kurfürstliches Schloss und Festung
Ehrenbreitstein. Bereits am ersten Wochenende kamen mehr als 52.000
Besucher, um die Leistungsschau der deutschen Gärtner zu sehen.
Besonders Sehenswert werden wieder die 23 Hallenschauen und die
Mustergrabanlage sowie die Wechselflore sein. Auch aus Sachsen von dem
Dresdner Gartenbaubetrieb Claus & Torsten Kühne GbR können ca.
12.000 Pflanzen am Gärtnermarkt an der Basilika und im Schlossrondell
bestaunt werden. Es wurden die Arten Viola hybr., Viola cornuta ,
Erysimim cheiri, Heuchera hyb., Myosotis sylvestris, Papaver nudicaule
geleifert. Bis zum 16. Oktober 2011 begeistert die BUGA mit üppiger
Pflanzenpracht ihre Gäste. „Koblenz verwandelt“ heißt der Slogan, unter
dem die Stadt Koblenz ihre Gäste nun empfangen wird und sich dafür
nachhaltig verändert hat. Die Bundesgartenschau und die Stadt Koblenz
sind wirklich eine Reise wert.
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In diesem Jahr präsentieren sich die Aussteller
und der Bund deutscher Friedhofsgärtner mit einem völlig neuen Konzept.
Die 120 Mustergräber sind nach Themen geordnet und sowohl die
Friedhofsgärtner, als auch die Steinmetze stellen sich in ihren
Grabgestaltungen, diesen Themen. Dabei geht es zum Beispiel, um die
Darstellung von „Neue Lebenswelten“, Symbolpflanzen, von „Lebensläufen“
oder auch um „Symbolsprache“ oder das „Spiel mit Farben, Kontrasten und
Akzenten“. Mit der Umsetzung zeigen die Aussteller wie ganz persönliche
Erinnerungen auf einem Grab mit Pflanzen und Materialien umgesetzt
werden können. Gerade in Zeiten der Anonymisierung auch auf dem Friedhof
setzen sie damit einen Kontrastpunkt, der deutlich macht, wie wichtig
die individuelle Trauer auf einem Friedhof sein kann. Außerdem bietet
der Bund deutscher Friedhofsgärtner mit den historischen Gräbern einen
Streifzug durch die Vergangenheit der Geschichte an.
Die sächsischen Friedhofsgärtner waren wieder sehr
erfolgreich mit den Mustergräbern auf der BUGA, Ihre Mühen und die oft
tagelange Arbeit haben sich gelohnt
Folgende Ergebnisse wurden erzielt:
Koll.Schüttig, Einzelgrab, Große Goldmedaille
Koll. Schulze, Einzelgrab, Goldmedaille
Koll. Springer, Einzelgrab, Goldmedaille/Urnengrab, Bronzemedaille
Allen Kollegen dazu herzlichen Glückwunsch!
Besuchen Sie die BUGA in Koblenz und den
Ausstellungsteil "Grabgestaltung und Denkmal" und lassen Sie sich von
den 120 Mustergräbern und dem Memoriam-Garten inspirieren.
Staatsminister Frank Kupfer diskutierte, am
Samstag, den 02.04.2011 im Agrarpolitischen Forum, anlässlich des 16.
Europäischen Bauernmarktes mit Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft
über verschiedene aktuelle Themen. So u.a. mit dem Europaabgeordneten
Jan Brezina, MdEP Tschechien, Dr. Peter Jahr, MdEP, dem
Oberbürgermeister der Stadt Plauen, Ralf Oberdorfer und dem Vorsitzenden
des Vereins Direktvermarktung, Michael Bretschneider. Bestimmendes
Thema war natürlich die Europäische Agrarpolitik. Minister Kupfer hob
dabei die sehr hohe sächsische Förderquote hervor, die im
benachteiligten Gebieten bis zu 50 % betragen kann und ermunterte
zugleich die Unternehmen Investitionen gerade jetzt zu tätigen, da
gegenwärtig d.h. bis zum Ende der Förderperiode 2013, die Bedingungen
noch sehr günstig sind. Der Europaabgeordnete, Dr. Peter Jahr erwähnte,
dass im europäischen Haushalt nur das ausgegeben werden kann, was die
Mitgliedsstaaten eingezahlt haben, gerade im Hinblick auf Wünsche
jüngerer EU-Mitgliedsstaaten. Dr. Jahr gab aber auch zu bedenken, dass
Sachsen ab der neuen Förderperiode 2014 nicht mehr zum Zielgebiet 1
gehören wird und somit Förderungen deutlich geringer ausfallen werden.
Bei dem sich anschließenden Rundgang über den Markt besuchte Minister
Kupfer auch den Gartenbaubetrieb Matthias Tröltzsch. Der Geschäftsführer
des Landesverbandes Gartenbau Eberhard Haag stellte dem Minister den
Gartenbaubetrieb und seine ehrenamtlichen Funktionen, u.a. als
Kreisgärtnermeister vor. Koll Tröltzsch informierte Minister Kupfer über
die Produktpalette des Betriebes und präsentierte ihm seine
floristische Spezialität, den Stehstrauß mit Schnittblumen aus eigener
Produktion.
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Staatsminister Frank Kupfer, Sächsisches
Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, und die Generalkonsulin
der Tschechischen Republik, PhDr. Jarmila Krejčíková, eröffneten die
erste Tschechisch-Deutsche Kamelienblütenschau im Landschloss
Pirna-Zuschendorf. Anlass dafür ist für die Kameliengärtner aus
Tschechien und Sachsen der 350. Geburtstag von Georgius Josephus Camel,
dem Namensgeber der Pflanze. Georgius Josephus Camel (1661 - 1706) wurde
als deutschstämmiger Tscheche am 21. April 1661 im mährischen Brünn
geboren. In Ihrem Grußwort sagte die Konsulin Frau Krejčíková: „Die
Ausstellung wird die Entwicklung umfassender Beziehungen zwischen dem
Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik unterstützen“.
Veranstaltet wird die Ausstellung von den Botanischen Sammlungen
Zuschendorf unter Leitung von Matthias Riedel und dem Denkmalsamt Brünn
inter Leitung von Frau PhDr. Eva Dvořáková. In den mittelalterlichen
Räumen des Erdgeschosses werden Blüten, floristischen Arbeiten und
Informationen aus Tschechien gezeigt. Erstmalig überhaupt ist das
Kamelienschloss in 2 Etagen üppig mit dieser besonderen Blume gefüllt.
Auf Tafeln wird die Geschichte der Sammlungen beschrieben. Ein Teil der
Ausstellung wird dem Namensgeber der Kamelie gewidmet sein, dem Brünner
Georg Joseph Camel. Im Obergeschoss des Schlosses werden Blüten aus
Sachsen gezeigt. Die tschechischen Blüten stammen aus dem Blumengarten
Kremsier ( Kroměříž ), dem Botanischen Garten Reichenberg (Liberec ),
dem Schloss Buchlowitz ( Buchlovice ), dem Schloss Lissitz ( Lysice )
und dem Schloss Raitz an der Svitava (Rájec nad Svitavou ). Wie Perlen
reihen sich imposante Burgen und Schlösser, aber auch wundervolle Gärten
und Parks, rund um die Geburtsstadt von Georg Joseph Camel . In vier
Einrichtungen davon haben Kameliensammlungen ihre Heimstatt. Die
Sammlungen auf den mährischen Schlössern Lysice, Rájec nad Svitavou und
Buchlovice sind mit großer Wahrscheinlichkeit Dresdner Ursprungs.
Die Ausstellung mit tschechischen und deutschen
Kamelienblüten ist vom 19. bis 27. März zu sehen. Die Ausstellung ist
täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Näheres erfahren Sie im Internet auf www.kamelienschloss.de.
Neben über 350 Berufskollegen und Gästen aus
allen Teilen Deutschlands, sowie aus Polen und Tschechien, haben es sich
Staatsminister Frank Kupfer und der Präsident des Landesverbandes
Gartenbau Sachsen, Winfried Kaiser, nicht nehmen lassen dem Tag der
offenen Tür in der Jahnataler Jungpflanzen GbR beizuwohnen.
Der Tag fand anlässlich des 20 Jährigen
Betriebsjubiläums sowie der Einweihung eines neuen Ebbe- Flut
Gewächshauses und der neuen Arbeits- und Logistikhalle, statt. Die
Investition wurde durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und
Landwirtschaft gefördert. Der Minister konnte sich somit bei seinem
Besuch über die Verwendung der Fördermittel informieren.
Landwirtschaftsminister Kupfer würdigte in seiner Rede den Unternehmer
Harald Tänzler, als mutigen und weitsichtigen Unternehmer, der seit der
Gründung seines Unternehmens vor über 20 Jahren einen modernen und
wettbewerbsfähigen Betrieb aufbaute. „Mit einer neuen Gewächshausanlage
wurde hier ein Musterbeispiel des modernen Gartenbaus komplettiert und
eine zukunftsweisende Investition mit unternehmerischen Weitblick
getätigt“, sagte der Minister bei der Eröffnung. Das 4.900 Quadratmeter
große Gewächshaus dient vordergründig der Anzucht von veredelten Gurken-
und Tomatenpflanzen. Ein Veredlungsroboter und geschickte, fleißige
Hände veredeln 7 Tage in der Woche, um den sehr stark gestiegenen Bedarf
zu decken. Angesichts der vielen neuen Technik sagte der Minister:
„Hier sind moderne Anlagen entstanden, die eine Aufzucht von exzellenten
Jungpflanzen möglich machen. Das stärkt den Betrieb und macht ihn fit
für die Zukunft“. Der Minister führte weiterhin aus, die Fördermittel
kämen aber nicht nur dem Unternehmen zu Gute, sondern auch der Region um
Hof. „Die Investitionen sichern Arbeitsplätze“, sagte Kupfer. „Das ist
hier und anderswo eine Voraussetzung für einen attraktiven ländlichen
Raum, in dem die Menschen auch in Zukunft wohnen und arbeiten wollen.
Das ist und bleibt ein Ziel sächsischer Politik.“ In seinem Grußwort
bezeichnete Präsident Kaiser den Werdegang des Unternehmens als Ergebnis
der ausgezeichneten unternehmerischen Fähigkeiten Harald Tänzlers und
der geschickten Führung seines Arbeitsteams. Präsident Kaiser sagte:“
Die konsequente Umsetzung von zukunftsorientierten Ideen, die
Orienteierung am Markt und die Orientierung an den aktuellsten
technischen Entwicklungen und der Kulturführung, haben diesen Erfolg
möglich gemacht. Kaiser bedankte sich auch für die aktive Unterstützung
der Arbeit des Landesverbandes Gartenbau Sachsen, insbesondere auch für
die Mitarbeit in der Fachgruppe Gemüse.
Auf 1500 qm Glashausfläche ist ein üppiger
Blütenrausch zu erwarten. Mit der Vollblüte wird Ende März gerechnet.
Jedoch gibt es frühe und späte Sorten. Die Schöne im Kochtopf -
Kulinarisches rund um die Kamelie VIII. Deutsche Kamelienblütenschau im
Landschloss 5. bis 13. März 2011 Kamelienblüten aus ganz Deutschland
werden in besonderen Gefäßen in den festlichen Räumen des Landschlosses
präsentiert. Das Publikum wählt die schönste Blüte Deutschlands. Eine
historische Küche mit vielem blinkendem Kupfer wird aufgebaut, eine
festliche Kamelientafel wird gedeckt. Das Kulinarische reicht vom
besonderen Öl der Kamelienfrüchte, über die beste Holzkohle zum Brennen
bis zu Cocktails mit aromatischen Duftblüten wilder Kamelien.
Am Samstag den 09. Oktober fand in Weinböhla der
Sächsische Gartenbautag statt. Zur Mitgliederversammlung konnte der
Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) Heinz Herker begrüßt
werden. In seinem Grüßwort, welches er unter das Motto des diesjährigen
Gartenbautages „Gemeinschaft machts - die deutschen Gärtner“ stellte,
erläuterte er den anwesenden Mitgliedern die zahlreichen Aufgaben und
Aktivitäten des Zentralverbandes Gartenbau. So z. B. Steuerpolitik,
Saisonarbeitskräfte, Pflanzenschutzproblematik und
Verpackungsverordnung. Präsident Winfried Kaiser erinnerte in seiner
Festrede an die Gründung des Landesverbandes Gartenbau, an die durch die
Westdeutschen Landesverbände und den Zentralverband Gartenbau gegebene,
vielfältige Hilfe und Unterstützung und richtete seinen besonderen Dank
an den ehemaligen Präsidenten des ZVG, Karl Zwermann. Ausführlich wurde
von ihm über die zahlreichen Leistungen und Aktivitäten des
Landesverbandes berichtet. Es schloss sich eine ausführliche Diskussion
der neuen Beitragsordnung und der Satzungsänderungen, als Vorraussetzung
der Verbände-Fusion der Landesverbände Sachsen, Sachsen Anhalt und
Thüringen an. Beide Punkte wurden mit großer Mehrheit, bzw. einstimmig,
abgenommen.Herzlicher Dank mit einem großen Blumenstrauß überbrachte
Präsident Kaiser an den ersten Präsidenten des Landesverbandes Dr. Peter
Lux. Zum Gartenbautag richtete der Staatssekretär Herbert Wolff
Grußworte an die Kollegen und Gäste. Die Landwirtschaftsminister der
Bundesländer trafen sich gemeinsam mit Bundeslandwirtschaftsministerin
Ilse Aigner am 7. und 8. Oktober zu ihrer turnusmäßigen
Agrarministerkonferenz. So berichtete er von der Agrarministerkonferenz
in Lübeck, auf dieser haben sich die Agrarminister der Länder
einstimmig gegen Mehrwertsteuererhöhung ausgesprochen. Es schlossen sich
Kurzvorträge zu Energieeffizienz und neuer Frühjahrsblüher, beides
Projekte aus dem Zukunftsforum Landwirtschaft, sowie Vorträge von Jon
Langley, Hamburg und Falk Böttcher, Deutscher Wetterdienst Leipzig, an.
Anschließend fand der festliche Abend mit einem großen sächsisch
rustikalen Buffet und Unterhaltungsprogramm statt.
Am 7. und 8. August kam es in Sachsen zu
unerwartet starken Überschwemmungen, vor allem in Ostsachsen. Alle
Betroffenen waren überrascht worden, da diese Intensität des Regens so
nicht vorausgesagt wurde. Zu allem Übel kam noch ein Dammbruch an der
Neiße in Polen hinzu und ließ die Pegelstände innerhalb einer Stunde um
4m ansteigen. Durch den Starkregen wurden kleine Flüsse wie die Sebnitz
und die Mandau zu reißenden Flüssen. Für die betroffenen
Gartenbaubetriebe blieb keine Zeit Vorkehrungen zu treffen. Binnen einer
Stunde floss die kleine Mandau im Gartenbaubetrieb Rudolph in
Hainewalde 1,50 hoch durch den Betrieb, sowie durch das Wohnhaus und
riss alles bewegliche Inventar, sogar ganze Paletten Erde, hinweg. Im
Betrieb Mittrach in Görlitz wurden über 100.000 Eriken und Callunen von
der Neiße weggespült. Zurück blieben zerstörte Gießwagen, sowie jede
Menge Schlamm und Unrat. Auch im Betrieb Klein in Sebnitz floss die
kleine Sebnitz als reißender Fluss durch die Gewächshäuser und das
Gartencenter. Als sich das Wasser zurückgezogen hatte, war sichtbar wie
das Ufer unterspült wurde und die Standsicherheit der Gewächshäuser
gefährdet ist. Weitere Betriebe, wie Gartenbau Reimann, Gartenbau
Denecke, Gartenbau Herkner, Baumschule Pelz und andere sind betroffen.
Der Landesverband hat schnell Kontakt mit
betroffenen Betrieben aufgenommen und dort, wo nötig, Hilfe organisiert.
Neben Freunden, Bekannten und Kollegen, haben die Gartenbaubetriebe
Kruschwitz, PAC Elsner, Gartenbau Rülcker und der Junggärtnerverband
geholfen. Staatsminister Frank Kupfer und der Landtagsabgeordnete der
CDU, Stephan Meyer, besuchten am vergangenen Mittwoch den
Gartenbaubetrieb Rudolph in Hainewalde und informierten sich über die
Schäden des Hochwassers. Sehr erfreulich ist, dass die
Gartenbauversicherung schnell mit Gutachtern vor Ort war und die Schäden
kurzfristig reguliert hat. Natürlich sind trotz Versicherung viele
Schäden, die vom Unternehmer selbst getragen werden müssen. Hier sollte
die Solidarität der Gärtner, wie zu den Hochwassern 2002 und 2006, zum
tragen kommen. Der Landesverband Gartenbau bittet spendenwillige
Personen und Einrichtungen sich mit der Geschäftsstelle des
Landesverbandes Gartenbau Sachsen in Verbindung zu setzen, damit ein
direkter Kontakt zu den betroffenen Gärtnern hergestellt werden kann.
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Am 10. und 11. Juli trafen sich bereits zum 4.
Mal die Kollegen der Landesverbände Berlin, Brandenburg, Sachsen,
Sachsen-Anhalt und Thüringen zu ihrem Sommertreffen. Ausrichter war in
diesem Jahr das Bundesland Sachsen. Es fand in Dresden, Radebeul und
Meißen statt.
Da hatten sich wohl zu Viele, schönes Wetter
gewünscht und so hatten wir wohl das heißeste Wochenende des Jahres.
Aber trotz alle dem waren alle guter Stimmung und genossen die Ansichten
des Elbtales und Dresdens vom Wasser aus. Mit dem eigens für die
Kollegen gemieteten Schiff, der Prinz Albert, fuhren wir bis zum
„Blauen Wunder“ und zurück zum Terrassenufer. So konnte auch noch ein
Teil der Dresdener Altstadt mit Neumarkt und Frauenkirche erkundet
werden. Mit dem Bus ging es dann zurück ins Hotel nach Kötzschenbroda
zum Abendessen und zur Weinprobe und der Abend ging gesellig bei Fußball
und Wein der Sorten „Goldreisling“ und „Elbling“ im Weingarten zu Ende.
Am Sonntag war natürlich die Porzellanmanufaktur mit dem 300-jährigem
Jubiläum der Erfindung des Porzellans ein Muss, und am frühen Nachmittag
war die Besichtigung des Meißner Doms mit seiner unvergleichlichen
Geschichte ein würdiger Abschluss.
Der Präsident des Sächsischen Landesverbandes,
Winfried Kaiser gab zum Abschluss den Staffelstab an den Präsidenten des
Landesverbandes Berlin, Lutz Grille, weiter.
V. Hortensienausstellung im Landschloß Pirna - Zuschendorf
24. Juli bis zum 08. August 2010
Ein üppiger, sommerlicher Bauerngarten wird in
den Räumen des Landschlosses entstehen. Eingegrenzt von Hecken wiegen
sich Hortensienbälle in Rosa, Rot, Weiß und Blau. Die Vielseitigkeit der
Hortensie ist fast unglaublich! In den Räumen werden Szenen aus dem
Landleben mit der Hortensie floristisch und gärtnerisch verbunden sein.
Dargestellt wird die Zeit der letzten Jahrzehnte des 19. und der ersten
des 20. Jahrhunderts, die mit dem Einzug der Hortensie in unsere Gärten
und dem Beginn intensiver Züchtungsarbeit in Frankreich, Belgien und
Deutschland, verbunden ist. Der Begriff "Bauernhortensie" wird oft
verwendet, ist aber keiner aus der Wissenschaft. Offensichtlich stammt
er aus Südwestdeutschland, wo milde Winter viele Hortensien blühen
lassen. Bei uns in Sachsen schränkt das Klima die Gartenhortensien (so
werden sie bei uns bezeichnet), auf wenige harte Sorten ein. Mehr
darüber wird in der Ausstellung zu erfahren sein. Zusätzlich zur
Zuschendorfer Sammlung, der umfangreichsten in Deutschland, werden zwei
Gartenbaubetriebe des Landesverbandes Gartenbau Sachsen eine Vielzahl
von Pflanzen zur Verfügung stellen. Aus Radebeul schickt die Gärtnerei
Reinhard Ullmann große Schaupflanzen in einem breiten Sortiment zu uns.
Aus Weixdorf bei Dresden kommen von der Claus und Torsten Kühne
Jungpflanzen GbR vor allem die sächsischen Züchtungen. Gezeigt werden
die ultimativ neuesten Trends, wie auch jene Sorten, die von Dresden
aus, den Weltmarkt längst erobert haben. Auch die weltweit am meisten
angebaute Sorte namens 'Schneeball' kommt aus diesem Unternehmen.
Geöffnet ist die Ausstellung: Montag 10.00 - 16.00
Uhr, Dienstag bis Freitag 10.00 - 18.00 Uhr, Sonnabend und Sonntag 10.00
- 17.00 Uhr
Kamelien und Sandstein - zwei Prominente aus Sachsen
150. Todestag von Jakob Friedrich Seidel, dem berühmten "Kamelienseidel"
In diesem Jahr wird scheinbar Gegensätzliches
zueinander gebracht: der harte Sandstein und die zarte Kamelienblüten.
Doch es gibt vieles Gemeinsame: Der Stein der Sächsischen Schweiz und
die Japanische Rose aus Dresdner und Leipziger Gärtnereien haben beide
Sachsens Ruf in die Welt getragen. In der diesjährigen Ausstellung wird
der Werdegang des Sandsteins, immer in enger Verbundenheit mit den
Blüten gezeigt. Kamelien werden auf rohen, schön geäderten
Sandsteinplatten präsentiert. Ferner wird gezeigt, was unter geschickten
Händen aus dem Stein entsteht und wie man das Ergebnis mit
Kamelienblüten verschönen kann.Geschmückt wird der Sandstein mit etwa
1000 Blüten, die aus ganz Deutschland von Sammlern und Liebhabern
eingesandt werden. Das Publikum darf wie jedes Jahr die schönste Blüte
Deutschlands wählen. Dabei sind historische wie auch moderne Sorten
sowie in der Natur vorkommende Kamelienarten zu betrachten. Der
Kamelienfluss wird in diesem Jahr ein barockes Gartenstück mit
historischen Sandsteinfiguren umfließen. Die Mitteldeutsche
Kameliengesellschaft als Mitorganisator der Schau steht wieder mit
Fachleuten beratend zur Verfügung. Die Schau wird von zwei Pirnaern, dem
Bildhauer Ralf Zickermann und dem Fotografen Arnfried Großmann
künstlerisch begleitet.
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In diesem Jahr begehen wir den 150. Todestag von
Jakob Friedrich Seidel, dem berühmten "Kamelien-Seidel". Jacob Friedrich
Seidel, Sohn des Hofgärtners, war derjenige, der Kamelienstecklinge aus
Paris mit nach Dresden gebracht haben soll. Mit seinem Bruder Traugott
Leberecht gründete er im Juni 1813 die Seidelsche Gärtnerei - den ersten
Spezialbetrieb des deutschen Zierpflanzenbaus unter Glas. Seine erste
Spezialkultur, die Kamelie, produzierte er durch die Einführung der
Stecklingsvermehrung in großen Massen. Er führte später unglaubliche
1100 Sorten in seinem Sortiment und baute ein nicht nur ganz Europa,
sondern auch Amerika umfassendes Vertriebsnetz auf. Ebenso entwickelte
er die Grundlagen der winterharten Rhododendrenzüchtung, die Sohn und
Enkel verwirklichten.
Termine
01.03. - 11.04. 2010:
Kamelienschau in den Gewächshäusern Ausstellung der
Sächsischen (Seidelschen) Kameliensammlung mit einer Vielzahl
historischer Sorten auf 1500 m² Schauglasfläche. Die Hauptblüte ist Ende
März zu erwarten
15.03. - 28.03.2010:
Die Kamelienblütenschau im Landschloß wird als Schau sächsischer Blüten verlängert.
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Im Oktober startete in Sachsen das Projekt
„Erarbeitung von allgemeinen Empfehlungen zur Verbesserung der
Energieeffizienz in Sächsischen Zierpflanzenbaubetrieben“. Träger ist
der Landesverband Gartenbau Sachsen e.V. Im Rahmen des Projektes werden
elf repräsentative sächsische Zierpflanzenbaubetriebe hinsichtlich ihres
Energieeinsatzes detailliert untersucht. Neben dem Einsatz von
Wärmeenergie in Gewächshäusern, die häufig mit eigenen Heizanlagen
erzeugt wird, werden die Verbraucher elektrischer Energie sowie der
Einsatz an Diesel/Benzin für Arbeits- und Transportmaschinen
berücksichtigt. Ziel ist es, sich ein umfassendes und detailliertes Bild
des Energieeinsatzes in den Zierpflanzenbaubetrieben zu machen. Eine
besondere Herausforderung stellen dabei die extrem starken Schwankungen
der Energieinanspruchnahme im Jahres- und Tagesverlauf dar. Laufzeit der
Untersuchungen ist mindestens ein Jahr. Die Projektergebnisse werden
genutzt, um für die Zierpflanzenbaubetriebe mit ihren bestehenden
Strukturen noch gezielter wirkungsvolle Maßnahmen zur Verbesserung der
Energieeffizienz abzuleiten. Das Projekt gehört zum Zukunftsforum
Landwirtschaft Sachsen, einem durch das Sächsische Ministerium für
Umwelt und Landwirtschaft initiiertem Diskussionsprozess zur Zukunft der
grünen Branchen. Der Freistaat Sachsen fördert das Projekt aus Mitteln
des Programms „Besondere Initiativen“.
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